…. Verkettung unglücklicher Umstände

20. September 2011

Nun ja, machmal ist es wie verhext – nicht ? Der Arbeitstag neigt sich dem Ende und man geht dazu über, den restlichen Weg bis nach  Hause oder in das Hotel mit „nützlichen“ Tätigkeiten aufzuwerten. Noch schnell zum Getränkemarkt einen Kasten Wasser geholt. Die freundlich Verkäuferin gibt dir das Wechselgeld auf die Hand. Beim hinschauen merkst du, daß 2 Euro fehlen. Kann passieren, bleib freundlich. Auf dem Parkplatz draußen steht plötzlich dicht, zu dicht, ein geparktes Auto an deiner Fahrerseite, du kommst nicht hinein.

Kann passieren. Warte ein wenig und alles wird sich Minuten später im freundlichen Händschütteln und ein paar netten, lachenden Worten auflösen. Dann zu Haus angekommen, gerade das Auto in der Einfahrt abgestellt , beim Briefkasten leeren kommt doch dieser Eismann mit seinem rollenden Laden an und schmeißt direkt im vorbeifahren 4 Meter neben Dir die Sirene an( 140 db ), so daß Dein Trommelfell quietscht. Kann passieren. Nimm es nicht weiter krumm. Schnell hinein in die gute Stube. Doch was ist das ? Die gute, schöne und auch teure Vase ( vom letzten Italienurlaub) liegt in tausend Stücke zersprungen, auf dem Fußboden in der Veranda. Die muss der Kater wohl beim fliegenfangen mit dem Schwanz mit hinunter gewedelt haben.

Naja,  kann passieren, war ja auch schon älter als 10 jahre, das gute Stück. Merkt ihr was ?

Es gibt so Tage, da verketten sich die scheinbar zusammenhanglos passierenden Dinge zu gewaltigen, monströsen und bitterbösen Dauererniedrigungen, die dann noch zusätzlich zu den unbefriedigenden Sachen hinzukommen, wie z.B. Kunde bestellt nichts oder wenig, Kunde ist böse oder gar nicht da oder Kunde möchte zur Konkurrenz wechseln.

Unklug wäre es nun, diese getrübte Stimmung eins zu eins gleich an ein anderes, dir nahestehendes Lebewesen weiterzugeben, wie Ehefrau oder -mann, Katze, Hund, Kanarienvogel. Rosenkriege oder Beschimpfungen mit Trennungsfolge etc. soll es bei bereits weniger aufgeladenen Anlässen gegeben haben und derlei Nichtigkeiten sollten nicht der Grund sein, sich seinen Feierabend vermasseln zu lassen. Sinnvoller ist es dann  , in das Arbeitszimmer zu gehen , auf den dortigen Schreibtisch zu greifen und sich den guten, alten Schmidt College Timer ( schwarzer Ledereinband – gekauft 1991,  ja aus Papier ) zu nehmen und folgendes auf der ersten Seite laut vorzulesen :

„Es ist schwer, sich nach unsensiblen, manchmal beleidigenden Behandlungen durch andere wieder aufzurichten,

es ist schwer anderen zu vergeben, obwohl sie einen selbst missachtet, verachtet oder gar betrogen haben,

es ist schwer, seinem Gesprächspartner gegenüber das Gefühl zu geben, er sei der Grund für Freude und all die wunderbaren Perspektiven an diesem Tag

es ist schwer, immer wieder von vorne anzufangen….

….aber es lohnt sich !

 

Ich wünsch allen, von denen vielleicht Dinge verlagt werden, die fast nicht oder unmöglich zu leisten sind , die diese Dinge trotzdem immer wieder schaffen ( weiß der Geier wie )  beginnt und schliesst den Tag mit etwas Schönem . dann wird euch dieser Tag etwas Schönes zurückgeben und die Menschen, denen ihr begegnet, werden sich wohl fühlen !

Versucht es . Gleich morgen.

einen schönen Abend

flexgood

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: