…. Veränderungen einleiten – Gelassenheit beibehalten …

11. Mai 2012

Liebe Leser, geschätzte Kollegen,

manchmal stehen wir im Arbeitsleben, aber auch privat, vor der Entscheidung, dass etwas nicht so weitergehen kann wie bisher.

Wir nehmen uns dann beim morgigen Blick in den Spiegel als Jemand war, der mit seinen bisherigen Methoden, bisherigen Denkansätzen, bisherigen Herangehensweisen, bisherigen Gewohnheiten nicht mehr den gewünschten Erfolg erzielen kann. Dieser Blick in den Spiegel kann durch ein Impuls von aussen ( Freunde, Familie, Arbeitgeber, Kunde etc.) induziert werden, viel häufiger jedoch wird er durch eigene Überlegungen, eigene Wahrnehmungen und eigene Gedanken erzeugt. Oft stehen als Auslöser in solchen Momenten auch ganz handfeste, wirtschaftliche Argumente oder Kriterien wie : Einkommen geht zurück, Leistungsfähigkeit sinkt rapide, Umsätze / betriebswirtschaftliche Kennziffern drohen einem zu entgleiten.

Erst einmal : so etwas passiert jedem – sehr wahrscheinlich sogar mehrmals im Leben.

Die Frage ist doch, wie ich damit umgehe. Der erste Schritt in eine andere, bessere Zukunft ist erst einmal die gewonnene Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss und dies gerade der aktuelle Zeitpunkt dafür ist.

Wir sind in Phase 1 : Akzeptanz von ( vielleicht unangenehmen ) Wahrheiten. In solchen Momenten habe ich mich bereits auch wiedergefunden und mein erster Griff war dann – der Griff  in mein Bücherregal. Dort steht neben vielen anderen, herrlichen Büchern ein wunderbares Buch von Rodger Rosenblatt, seines Zeichens Kolumnist verschiedener, amerikanischer Tageszeitungen und Mitherausgeber vom Time Magazin. Der Titel lautet : „58 Perlen der Weisheit – für ein ziemlich vollkommenes Leben“ ( DTV, ISBN 3-423-20502-4 ) . Darin wird ziemlich unkonventionell beschrieben, wie man die Tücken und Herausforderungen des menschlichen Alltages soverän meistern kann…. wenn man bestimmte Dinge beherzigt. In Regel 50 des Buches heißt es u.a. :

Ändern Sie nie mehr als ein Achtel Ihres Lebens auf einmal ! Wenn es möglich wäre – was es nicht ist – alles auf einmal zu verändern, würde die unweigerlich in einer Katastrophe enden. Also, sobald sie überzeugt sind, es sei an der Zeit, etwas rigoros zu ändern, kaufen sie sich zuerst andere Schuhe. Sehen sie selbst, wie das neue Paar passt. Als Nächstes können sie ihren Scheitel auf die andere Seite verlegen. Wie gefallen Sie sich jetzt, alter Knabe ? Das sollte vorerst genügen. In ein paar Jahren können Sie sich dann eine neue Brille zulegen … „.

Phase 2 wäre dann, die gewonnenen ( Selbst- ) Erkenntnisse oder aus diversen, externen Quellen schrittweise  umzusetzen. Dabei half mir bisher oft folgender Auszug aus dem babylonischen Talmud :

Achte auf Deine Gedanken … – denn sie werden zu Worten.

Achte auf Deine Worte … – denn sie werden zu Taten.

Achte auf Deine Taten … – denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten … – denn sie werden zu Deinem Charakter.

Achte auf Deinen Charakter … – denn er wird zu Deinem Schicksal !

Da ist eine Menge Weisheit drin. Was heisst das für unseren eigenen, persönlichen Werdegang ? Für mich heisst das, dass ich akzeptieren muss, dass jede Veränderung im Kleinen beginnt. Wenn man gerade in einer wenig souveränen Verfassung ist, erscheint es einem selbst erstrebenswert, das körpereigene Belohnungssystem und damit sein Wohlbefinden mit schnellen Erfolgen wieder aufzupeppen. Dies ist aber oft ein Trugschluß – da solche Erfolge zunächst einmal noch nicht lange tragen und schnell wieder verpuffen.

Viel substanzieller ist der Erfolg, der sich nach einer Reihe von mehreren, kleineren Einzelschritten (die alle in die richtige, gewünschte Richtung gehen) einstellt. Dieser Erfolg suggeriert dem eigenen Unbewussten eine strategische Problemlösungskompetenz und damit die Fähigkeit, weitere anstehende Lösungsansätze zu entwickeln und die eigene Erfolgsspirale fortzuschreiben. Das erhöht ungemein das Selbstbewusstsein – und bereits wenige Wochen später wird unsere Umgebung darauf positiv reagieren.

Wir sollten uns wieder die Zeit zurückerobern ! Reflektion und Erkenntnis benötigt Zeit. Zeit – die wir vielleicht bisher für etwas anderes, vermeintlich Wichtigeres einsetzen. Sie kann uns nun helfen, uns auf  Wesentliches zu konzentrieren. Unwichtiges auszublenden. Marktschreierische Angebote zu konsumieren – oft ein uns aufoktroyierter Zwang von aussen. In uns – da ist die Wahrheit, das wirkliche Leben. Unsere eigenen Werte, sie zu suchen und dann auch zu finden – ein oft mühsamer Weg, der sich lohnt. Die Menschheit macht das aber schon immer so – schon viele tausend Jahre lang. Warum sollten die sog. „Werte“ der letzten 60 Jahre ( Konsumgesellschaft ) plötzlich wichtiger sein ?

Der Talmud ist übrigens eines der bedeutendsten Schriften des Judentums und zeigt auf, wie die Regeln der Thora im Alltag umgesetzt werden können. Gleiche Erkenntnisse können aber auch aus Werken anderer Religionen abgeleitet werden – auch die Bibel bietet mehr als genügend Denkansätze für jeden Einzelnen, der sich eventl. gerade in einer Denkblockade befindet und nur schwer da allein heraus kommt.

Einen schönen Freitagnachmittag wünscht allen Lesern und Kollegen

flexgood

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: