Aus dem Radio quillt unterwegs fast nur noch Propaganda

20. Februar 2016

Liebe Leser, geschätzte Außendienstkollegen,

wer wie wir viel im Auto unterwegs ist, hat es hinsichtlich des Medienangebotes im Radio zur Zeit nicht leicht. Wenn man nach einem Kundentermin wieder im Auto sitzt, hat man manchmal das Bedürfnis nach ein wenig Zerstreuung oder Ablenkung. Was jedoch seit einiger Zeit an Radioprogrammen geboten wird, ist mittlerweile schlichtweg kaum noch zu ertragen. 

Entweder man ist grenzdebil und findet die ständigen Trailer wie z.B. vom MDR Sachsen-Anhalt: „ … unser Radio wie wir …“ ganz toll oder man kann sich zu jeder vollen Stunde in den Nachrichten von Deutschlandradio oder Dradio Kultur die neuesten Erklärungen anhören, warum Putin gerade mal wieder etwas Böses im Schilde führt, weil er die EU spalten will. Oder Merkel schwächen. Gern genommen wird auch oft beides zusammen. 

Der Augstein hat dazu letztens in der Online Ausgabe vom Spiegel ein süffisanten Artikel für seine Leser geschrieben, in dem er die Absurdität dieser Unterstellungen unterstrich, Putin für alles verantwortlich zu machen, sogar für den katastrophalen Zustand der deutschen Medienlandschaft.

Auf die Idee, daß nicht irgendwelche Kreml Trolle die Blogs und Zuhörerredaktionen mit empörten Wortmeldungen überschwemmen, sondern klar denkende Bürger, die schlichtweg den Kanal voll haben von diesem tendenziösen Propagandagelabere, kommen offensichtlich die Verantwortlichen in den Sendern nicht.

Oder sie sind bereits ähnlich in Ihrem eigenen Wolkenkuckucksheim gefangen wie die manche Teile der Politik, die ihre Visionen von Europa und der Welt offenbar nur noch in den Parteizentralen entwerfen, statt mit Ihren eigenen Wählern zu reden. Visionen für unser eigenes Land entwirft ja seit Längerem von diesem Personenkreis eh schon niemand mehr.

Ich war diese Woche viel im Harz und am Kyffhäuser unterwegs, da konnte ich die etwas längeren Anreisewege bis zum nächsten Kunden mit CD’s und mp3 – Files überbrücken. Dies ist seit längerer Zeit meine Abwehrstrategie gegen diese unsäglichen Radioprogramme.

Interviews mit Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, aus der Kultur, aus dem Sport oder einfach interessante Menschen, die über Ihr Leben oder Ihre Arbeit erzählen, ohne einem etwas überzustülpen oder einem Ansichten aufzuzwingen. 

Man kann diese Interviews als mp3-File abends aus dem Internet herunterladen-so einfach geht das manchmal. Die Sendung heißt „Eins zu eins – der Talk“. Zu finden ist das Ganze unter Bayern 2.

Immer wieder neue Gesprächspartner, an deren Lebensleistung und Einstellung zum Leben man sich ein Beispiel nehmen kann. Dafür zahle ich gern Gebühren. Für den allermeisten anderen Schrott ist es eher eine Zumutung.

Wenn es spät wird, höre ich manchmal auf dem BR 1: „Fritz und Hits – die größten Künstler der Musikgeschichte“ von und mit Fritz Egner. Da sendet jemand, der uns nichts unterjubeln will, der uns nichts verkaufen möchte. Er liebt einfach nur die Musik und will uns unterhalten, das merkt man schnell. Mit ausgesuchten Titeln, meist handwerklich perfekt gemacht. Interpreten, die das musikalische Handwerk beherrschen wie nur Wenige auf der Welt. Und mit interessanten Geschichten drumherum, er hat schließlich in seiner Moderationskarriere schon selbst viele Star’s getroffen und interviewt. Er erzählt in einem solchen Interview auf BR 2 selbst einmal. wie er Stevie Wonder schlafend an seiner Schulter zusammen mit dem Manager des Künstlers durch eine Hotellobby geschleift hat – köstlich. 

Wir sollten uns an Ihm ein Beispiel nehmen. Da konzentriert sich einer ganz auf die Sache – und nicht auf den ideologischen Unterbau. Unverfälscht. Natürlich. Ideologiefrei.Unterhaltsam.

Einen schönen Samstagabend wünscht allen

flexgood

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