Uns ist der Heiland geboren – oder die Heiländerin ?

26. Dezember 2016

 

Liebe Leser und Leserinnen, geschätzte Außendienstkollegen und Außendienstkolleginnen,

 

am heiligen Abend ist uns ein Kind geboren. Jesus Christus war’s – und nicht Jasmina Christina. Begleitet wird der Zauber des Neubeginn’s hier bei uns in Mitteleuropa und anderen Teilen der Welt mit weiteren Traditionen wie dem Erscheinen des Weihnachtsmannes, der die Geschenke bringt. Und nicht etwa die Weihnachtsfrauen oder gar Weihnachtsmännerinnen. Dann schlagen wir die Weihnachtsausgabe unserer Zeitung auf und lesen dort die guten Wünsche an alle Leser und Leserinnen – ich glaube, wir sollten langsam mit diesem Geschwurbele aufhören. 

 

Diese verordnete Korrektheit, diese spießerhafte Attitüde des Kleingeistigen – die geht mir langsam aber gewaltig auf den Zeiger – und sie macht uns kaputt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber meine Probleme damit hatte ich schon, als die guten, alten Studenten plötzlich Studierende hießen und Studentenwerke plötzlich Studierendenwerke. Da schwante mir bereits, dass das alles nicht gut ausgehen würde.

 

Von sogenannten „Grünen“-Politikern und Politikerinnen angezettelt, machte sich die Sprachverwirrung zuerst in den deutschen Parteien und Parlamenten, danach weiter in den deutschenn Behörden, Ämtern, Schulen, Hochschulen und darüber hinaus in der deutschen Medienlandschaft breit. So wie man einen Eimer mit Estrich ausschüttet, der anschließend in jede Ritze und Fuge des Fußbodens hineinfließt, sich überall breitmacht. Alles gleichmacht, wo Ihm keine Grenzen entgegensetzt werden, etwa durch Wände oder meinentwegen auch Mauern. 

Und als ob dies nicht genug wäre, wollen uns dann auch noch die Opportunisten in den Parteien weis machen, dass dies alles modern sei. Dass man in der heutigen Zeit ja alles diskriminierungsfrei bezeichnen müsse. Schließlich habe jeder, unanbhängig von Geschlecht und sexueller Ausrichtung auch das Recht auf eine individuelle Ansprache.

Welch ein hanebüchener Unsinn! Wieviel Toiletten sollte ein Cafe ausschildern, eine Behörde oder eine Arztpraxis? Sind 3 verschiedene ok? Oder vielleicht 4? Oder besser 5 , um in alle Richtungen korrekt zu sein und niemand vor den Kopf zu stoßen? Eine für Männlein, eine für Weiblein, eine für Transvestiten, eine für Bisexuelle und dann noch eine für Transgender? Damit sich auch niemand versehentlich über den Weg läuft?

Es ist an der Zeit, uns unsere Sprache zurückzuholen. Nicht morgen, nicht übermorgen – sondern jetzt. Ab sofort. Das duldet kein Aufschub. Denn es eilt. Denn die Sprache ist der Anfang von allem! 

In unserer Sprache drücken sich unsere Gedanken, Wünsche und Pläne aus, daraus entwickeln sich Handlungen und Taten, die dann wiederum die weitere Entwicklung unseres Zusammenlebens und der Gesellschaft beeinflussen. Im Positiven wie im Negativen. 

Da ist es nicht klug, noch länger damit zu warten. Denn das, was wir momentan aus der Politik vorgesetzt bekommen, muss sofort und auch deutlich besprochen werden. Und zwar klar und eindeutig. Und nicht verpackt in politische Korrektheit, um niemanden vor den Kopf zu stoßen.

Etwas zum Besseren kann man nur ändern, wenn man es anspricht. Und nicht, wenn man sich in sprachliche Sackgassen oder Endlosschleifen begibt. Oder wenn man Mißstände aus Angst vor Widerworten oder juristischer Verfolgung nur andeutet.

Dies war übrigens in der DDR eine weit verbreitete Masche, um seine Meinung doch noch los zu werden. Man deutete, wenn überhaupt, nur etwas an. Das ist schrecklich anstrengend. Weil je nach dem intellektuellem oder eventuell vorhandenen, analytischen Vermögen des Gegenüber oder der Zensoren permanent eingeschätzt werden musste, wie man etwas sagen durfte und wie nicht.

Dies ist zwar durchaus ein gutes Training für das eigene Sprach- und Ausdrucksvermögen – aber schlecht für das Fließen von Kommunikation. Und gute Kommunikation muss fließen. Versuchen Sie mal bei einem Gespräch, einen Gedanken stringend zu Ende zu führen, wenn Sie jemand ständig unterbricht. Es wird nicht funktionieren. Und bei der Selbstzensur unterbrechen Sie sich permanent selber bei Ihren fließenden Gedanken. Das ist fast noch schlimmer. Das Ergebnis ist aber dasselbe, als ob Sie unterbrochen würden.

Sie können keinen Gedanken zu Ende führen. Und dies ist auch der springende Punkt, den die Mächtigen in diesem Lande so fürchten. Es können durchaus viele Themen angesprochen werden, aber diese Gedanken dann durch eine permanente, fliessende und deutliche Kommunikation ( Sender – Empfänger – Prinzip) zu einem Abschluß, zu einer Lösung zu führen, dies wird nicht so gern gesehen. Sie können alles sagen – aber bitte nur in 1: 08 min. – dann kommen die Nachrichten. Oder die Werbung. Oder der Moderator würgt Sie ab.

Dies bedeutet dann in der heutigen, modernen Mediengesellschaft folgendes:

Wer die Macht über die Massenkommunikation hat, hat die Macht über die Realität. Und Realität ist heutzutage das, was in den Massenmedien stattfindet. Dass Frau von der Leyen ,jetzt im Dezember als Verteidigungsministerin 4 Tage in Saudi-Arabien, Bahrein u. Jordanien war, um dort politische Gespräche zu führen, findet in der Wirklichkeit nicht statt – weil es in den Massenmedien nicht stattgefunden hat! Und schon gar nicht mit Bildern – in der Sprache für Arme.

Also:

Demokratie bedeutet die latente Auseinandersetzung in Wort und Bild. Wie können wir uns auseinandersetzen, wenn wir die Worte und Bilder dafür erst genehmigen lassen müssen? Dann ist es auch keine Demokratie mehr.

Befreit euch einfach von der täglichen Vermüllung unserer Gedanken-, Bilder- und Sprachwelt. Entwickelt eigene, produktivere Gedanken und redet darüber. Ohne Einschränkungen.Vor allem auch öffentlich.

Ein schönes Weihnachtsfest, auch den Zensoren bei einigen politischen Stiftungen, Parteien und Ministerien, wünscht allen von ganzem Herzen

Euer flexgood

 

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